Tanzt Atouba bald fr den KSC?

Tanzt Atouba bald fr den KSC?

In der Zweiten Liga bahnt sich ein spektakulärer Transfer an. Oliver Kreuzer, Manager des Karlsruher SC, bekundet offiziell Interesse an Thimothée Atouba. Der derzeit vereinslose Kameruner spielte zwischen 2005 und 2009 für den Hamburger SV, zuletzt stand er bei Ajax Amsterdam unter Vertrag. Die Badener suchen zudem noch Verstärkungen für das Tor und die linke Abwehrseite.

So kannten ihn die Fans des HSV: Thimothée Atouba tanzt nach einem Sieg.

© picture alliance

Im Kampf gegen den Abstieg kann sich der Karlsruher SC eventuell auf prominente Unterstützung freuen. Das Schlusslicht der Zweiten Liga hat Atouba als möglichen Neuzugang auserkoren.

"Er ist ein sehr spezieller Mensch, aber fußballerisch überragend", sagte Kreuzer der Nachrichtenagentur dpa am Montag im Trainingslager in Belek.

Der mittlerweile 29-Jährige stand zuletzt bei Ajax Amsterdam unter Vertrag, fand im Sommer aber keinen neuen Arbeitgeber und ist deshalb vereinslos und wäre ohne Ablösesumme zu bekommen.

Atouba ist der deutschen Fußball-Öffentlichkeit besonders aus seiner Zeit beim Hamburger SV bekannt. Zwischen 2005 und 2009 absolvierte er 83 Bundesligapartien für die Hanseaten, dabei gelang ihm allerdings nur ein Treffer. In Erinnerung blieben einerseits besonders sein "Atouba-Dance", den er nach Siegen vor der Fantribüne vollführte, andererseits aber auch etliche Disziplinlosigkeiten des stets emotional spielenden Atoubas.

Vor seiner Zeit beim Hamburger SV spielte Atouba in Europa auch noch in der Schweiz (Xamax Neuchatel, FC Basel) sowie in England (Tottenham Hotspur). So kennt Kreuzer Atouba noch aus gemeinsamen Tagen in Basel. "Er hat dort wirklich überragende Spiele gemacht, auch in der Champions League", berichtete der KSC-Manager. Beim niederländischen Renommierklub Ajax kam er zuletzt aber nicht mehr über die Rolle eines Ergänzungsspielers hinaus.

Backup für Orlishausen und linker Abwehrmann gesucht

Kreuzer und Trainer Jörn Andersen sind zudem noch auf der Suche nach Verstärkungen für das Tor und die linke Abwehrseite. Denn ein Ersatz hinter Stammkeeper Dirk Orlishausen fehlt. Luis Robles genießt nicht mehr das Vertrauen der Verantwortlichen, die Nummer drei, Matthias Moritz, macht derzeit seine Ausbildung zum Sportlehrer und ist im Moment unabkömmlich. Der Belgier Castro Bram (29) und Alexander Stolz (28) vom VfB Stuttgart II bewerben sich um die Stelle hinter Orlishausen.

Für die linke Abwehrseite haben sich die Badener ursprünglich Andreas Ibertsberger von 1899 Hoffenheim ausgeguckt. Die Gespräche verliefen verheißungsvoll, doch die Verletzungsmisere des Österreichers verhinderte bisher einen Transfer: "Er hat Rückenprobleme, ist nicht fit", sagte Kreuzer. Der Ausgang ist offen: "Wir bleiben in Kontakt" führte der Sportdirektor aus.

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