Josu, die Vaseline und seine Socken

Josu, die Vaseline und seine Socken

Das Kälteempfinden der Menschen ist ja sehr unterschiedlich. Während Neven Subotic unter seinem kurzen Trikot nichts außer vielleicht seiner Körperbehaarung trug, saß Martin Harnik mit Moon-Boots am Spielfeldrand. Handschuhe gehören fast schon zum derzeitigen Standard-Trikotsatz. "Die Kälte ist brutal", befand Franck Ribery trotz zweier paar Handschuhe. Wolfsburgs Josué und Hannovers Karim Haggui haben hingegen ein paar Geheimtricks.

Es wird nicht viel wärmer: Die Kälte bestimmt immer noch die Bundesliga - auch in Wolfsburg.

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Der Brasilianer an sich hat es ja gern warm. Da sind die Temperaturen dann auch eine ganz besondere Herausforderung. "Ich bin jetzt fast schon fünf Jahre hier und weiß deshalb genau, dass es in Deutschland immer kalt ist - und zwar ungefähr neun Monate im Jahr", wird er auf der Website des VfL Wolfsburg zitiert.

Allerdings hat er in dieser Zeit wohl gelernt, sich zu wappnen - auf seine ganz spezielle Art. "Vor jedem Training schmiere ich mir Vaseline auf die Socken, das hilft schon sehr viel. Vorher reibe ich die Füße außerdem mit einer Salbe ein. Beides hat mir mal Graffa (Grafite, Anm. d. Red.) gezeigt, das hatte er vorher so in Frankreich gelernt. Und ich kann nur sagen: Es funktioniert."

Haggui setzt auf Akupunktur

Nicht ganz einfach dürfte es auch für die Rückkehrer vom Afrika-Cup sein, die den Temperatursturz erleben müssen. "Bei meiner Abreise aus Gabun war es zwischen 25 und 30 Grad warm, hier in Stuttgart hatte es minus 15 Grad. Das war echt ein Schock für mich", jammerte Stuttgarts Ibrahima Traoré. "Die Umstellung ist hart", berichtete Karim Haggui von Hannover 96. Der tunesische Nationalspieler musste einen Temperaturunterschied von teilweise mehr als 40 Grad verkraften. Sein Anti-Kälte-Rezept ist auch recht speziell, soll aber helfen. "Akupunktur und Vitamine helfen mir. Die Vitamine stabilisieren das Immunsystem", verriet Haggui, der am Mittwoch erstmals wieder trainierte.

"Wir sind ja Männer", erinnerte Bayern Coach Jupp Heynckes vor einigen Tagen, wollte selbst aber auf beheizte Schuhsohlen zurückgreifen.

Das Allheilmittel heißt allerdings Bewegung. "Wenn ich richtig marschiere, ist die Kälte weg", ist Kaiserslauterns Coach Marco Kurz überzeugt. "Frische Winterluft ist doch etwas Feines. Für mich ist das wirklich kein Problem. Ganz im Gegenteil: Man freut sich sogar darauf, sich zu bewegen", sagt auch Marcel Schäfer. Die Trainer dürfte es freuen, denn Standfußball gibt es dieser Tage nirgends.

In Italien gab man sich am vergangenen Wochenende flexibel und reagierte auf die Kälte indem man die Abendspiele auf den Nachmittag vorzog, daran wird in Deutschland nicht gedacht, sodass Josué am Freitagabend (20.30 Uhr) wenn es gegen Freiburg geht wohl wieder Vaseline braucht.

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Ersatzbank ist ein hartes Los. In diesen Tagen auch ein verdammt kaltes. Da hilft nur eines: Schotten dicht machen. Doch welcher Bundesliga-Profi hat sich so "vermummt"? Auflösung am Ende der Fotostrecke ...

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