Terry krönt Nowitzki-Comeback

Terry krnt Nowitzki-Comeback

Die Knieprobleme sind ausgestanden, Dirk Nowitzki ist zurück auf dem Parkett. Bei seinem Comeback nach einwöchiger Zwangspause wurde es gleich dramatisch: Gegen die San Antonio Spurs gingen die Mavericks durch ein Wechselbad der Gefühle und sicherten sich am Ende den Sieg in der Overtime. Im Topspiel des Abends bezwang Miami die Chicago Bulls. Gegen Minnesota war Kobe Bryant einmal mehr der entscheidenden Mann für die L.A. Lakers.

Wieder zurück auf dem Parkett: Dirk Nowitzki (re., Dallas) besiegte beim Comeback mit den Mavericks den Rivalen aus San Antonio.

© Getty Images

Vier Spiele mussten die Dallas Mavericks ohne Nowitzki auskommen - mit drei Siegen zeigten sie, dass es auch ohne ihn geht. Dennoch ist Nowitzkis Rückkehr enorm wichtig für den amtierenden Champion.

Auch wenn er rein punktetechnisch keinen besonders guten Abend erlebte gegen San Antonio. Fünf seiner 14 Würfe aus dem Feld landeten für insgesamt zehn Punkte im Korb. Dazu sammelte er jedoch 13 Rebounds und machte eine entscheidende Aktion: Neun Sekunden vor dem Ende vereitelte er Gary Neals Korbleger-Versuch. Zu diesem Zeitpunkt lagen die Spurs mit zwei Punkten vorne, es wäre wohl der Sieg für San Antonio gewesen.

Nowitzki erkämpfte sich aber den Ball, passte zu Jason Terry, der zum 91:91 traf. Bis dahin war es schon ein verrücktes Spiel - Dallas lag Ende des dritten Viertels mit 18 Punkten vorne, ehe die Ersatzspieler der Spurs auf- und das Spiel umdrehten. Mit der Schlusssirene hatte San Antonio sogar noch die Siegchance, doch der versenkte Wurf von Green hatte dessen Hand Sekundenbruchteile zu spät verlassen: Overtime.

Terry bleibt in der Verlängerung cool

Hier wurde es noch wilder: 17,9 Sekunden vor dem Ende verwandelte Terry - der insgesamt 34 Punkte sammelte - zwei Freiwürfe und brachte Dallas mit drei Zählern in Front. Auf der Gegenseite zog Neal zum Korb, wurde gefoult und traf - jedoch nicht den Extra-Freiwurf, so dass Dallas weiterhin in Führung lag. Mahinmi schnappte sich den Rebound und wurde sofort gefoult - die Chance auf drei Punkte wegzuziehen. Doch keiner der beiden Freiwürfe fand in den Korb.

Die Spurs hatten den Ball und noch gut zehn Sekunden Zeit. Beim folgenden Angriff zeigte Vince Carter - der ein ganz starkes Spiel in der Defense ablieferte - seine Abwehr-Qualitäten: Er setzte Bonner unter Druck, der vertändelte den Ball und der anschließende Dreierversuch von Green verfehlte das Ziel. Dallas ging als Sieger vom Platz und behauptete Platz eins in der Southwest Division.

MVP's zeigen Nervenschwäche an der Linie

Ein ähnlich wildes Finish gab es in Miami. Die Heat setzten sich dank eines überragenden LeBron James schnell ab, doch Chicago ließ den Vorsprung nie zu groß werden. Immer wenn Miami davonzuziehen drohte, hielten die Bulls ihrerseits mit einem Run dagegen, in Führung gingen sie jedoch kein einziges Mal. In der letzten Minute wurde es chaotisch. Derrick Rose, Chicagos MVP der Vorsaison, bekam zwei Freiwürfe zugesprochen, als die Bulls einen Zähler Rückstand hatten. Bis dato hatte er alle zwölf Versuche von der Linie getroffen, doch im entscheidenden Moment versagten ihm die Nerven: er verwarf beide.

Auf der Gegenseite das gleiche Spiel mit James, der ebenfalls keine Punkte machte. Den letzten Versuch hatten die Bulls, doch Rose verwarf den möglichen Treffer zur Overtime und Miami behielt die Oberhand. Das Duell der beiden Superstars James und Rose entschied James für sich: Nicht nur weil er 35 Punkte, elf Rebounds und fünf Assists sammelte, sondern vor allem, weil Rose (34 Punkte, je sechs Rebounds und Assists) gegen Ende der Partie Verantwortung übernehmen wollte und scheiterte.

"Black Mamba" beißt zu

Die Los Angeles Lakers waren auswärts bisher extrem schwach - lediglich ein Spiel konnten sie außerhalb der heimischen Arena für sich entscheiden. Wie gesagt: waren. Denn als es in Minnesota eng wurde, konnten sich die Lakers erneut auf einen Mann verlassen: Kobe Bryant. Die "Black Mamba" machte mit zwei Sprungwürfen den Sack zu, nachdem die Timberwolves - angeführt von Kevin Love, der 33 Punkte und 13 Rebounds verbuchte - einen 18-Punkte-Rückstand in eine Führung verwandelt hatten.

Bryant kam am Ende auf 35 Punkte und 14 Rebounds. Für dessen Leistung gab es sogar Lob vom Gegner: "Ich weiß nicht, ob er der beste Spieler der Welt ist oder nicht, aber im letzten Viertel ist er es auf jeden Fall. Über 48 Minuten gesehen muss man vielleicht noch LeBron und Derrick Rose nennen, aber in der entscheidenden Phase geht nichts über Kobe", sagte Wolves-Spielmacher Ricky Rubio.

Die Ergebnisse vom Sonntag:

Dallas Mavericks - San Antonio Spurs 101:100 n.V.
Miami Heat - Chicago Bulls 97:93
New Jersey Nets - Toronto Raptors 73:94
Orlando Magic - Indiana Pacers 85:106
Boston Celtics - Cleveland Cavaliers 87:88
Minnesota Timberwolves - Los Angeles Lakers 101:106
New Orleans Hornets - Atlanta Hawks 72:94
Denver Nuggets - Los Angeles Clippers 105:109

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